
Wer 2026 Urlaub in Europa plant, sollte einen genaueren Blick auf mögliche Zusatzkosten werfen. Die Touristensteuern in Europa steigen in vielen Städten deutlich – neue Abgaben kommen hinzu oder bestehende Gebühren werden erhöht.
Laut einem Bericht von Euronews steigen die Touristensteuern in Europa weiter an. Hintergrund sind Rekordzahlen im Tourismus und der Versuch vieler Städte, die Folgen des Massentourismus besser zu kontrollieren.
Für Reisende können diese Gebühren schnell mehrere Euro pro Nacht oder sogar pro Besuch ausmachen.
Warum Touristensteuern in Europa immer häufiger werden
Viele europäische Städte kämpfen seit Jahren mit sogenannten Overtourism-Problemen. Besonders beliebte Reiseziele versuchen deshalb, Besucherströme zu lenken und zusätzliche Einnahmen für Infrastruktur, Umweltschutz oder Wohnungsprogramme zu generieren.
Touristensteuern in Europa sollen genau dabei helfen. Gleichzeitig steigen damit jedoch auch die Kosten für Reisende.
Venedig verlangt erneut Eintritt für Tagesgäste
Venedig gehört zu den bekanntesten Beispielen. Die italienische Lagunenstadt erhebt auch 2026 wieder eine Gebühr für Tagesgäste.
Die Abgabe gilt an insgesamt 60 Tagen zwischen April und Juli, jeweils von 8:30 Uhr bis 16:00 Uhr. Wer den Besuch frühzeitig registriert, zahlt fünf Euro. Bei kurzfristiger Buchung steigt der Preis auf zehn Euro.
Übernachtungsgäste sind von dieser Regelung weiterhin ausgenommen.
Neue Touristensteuern in Bukarest und Edinburgh
Auch andere Städte führen neue Gebühren ein. In Bukarest zahlen Gäste seit 2026 pauschal zehn rumänische Leu pro Nacht, also rund zwei Euro.
In Edinburgh wird ab Juli 2026 eine sogenannte „Transient Visitor Levy“ eingeführt. Diese beträgt fünf Prozent des Zimmerpreises pro Nacht und gilt maximal für sieben aufeinanderfolgende Nächte.
Weitere Abgaben in Norwegen, Mailand und Brüssel
Norwegen hat ebenfalls neue Regeln beschlossen. Gemeinden dürfen künftig eine Touristensteuer von bis zu drei Prozent auf Übernachtungen erheben – allerdings nur in besonders stark frequentierten Regionen.
Mailand hat seine Abgabe 2026 erhöht, unter anderem im Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen. Gäste in Vier- und Fünf-Sterne-Hotels können bis zu zehn Euro pro Nacht zahlen.
Auch Brüssel hat seine Touristensteuer angehoben. Seit Anfang 2026 zahlen Hotelgäste fünf Euro pro Nacht, bei privaten Unterkünften sind es vier Euro.
Barcelona verlangt eine der höchsten Touristensteuern Europas
Besonders hoch fällt die Abgabe inzwischen in Barcelona aus. Die katalanische Metropole hat ihre Touristensteuer weiter erhöht.
Hotelgäste zahlen je nach Kategorie zwischen zehn und 15 Euro pro Nacht. In Ferienwohnungen können sogar bis zu 12,50 Euro pro Nacht fällig werden.
Mit den zusätzlichen Einnahmen möchte die Stadt unter anderem Maßnahmen gegen die Wohnungskrise finanzieren.
Weitere Gebühren auf Teneriffa und bei Kreuzfahrten in Griechenland
Auch Naturgebiete sind inzwischen betroffen. Auf Teneriffa müssen Besucher für bestimmte Wanderwege im Teide-Nationalpark künftig eine Ökosteuer zahlen. Je nach Route können bis zu 25 Euro pro Person anfallen.
In Griechenland gilt weiterhin eine Abgabe für Kreuzfahrtpassagiere. Besonders auf beliebten Inseln wie Mykonos und Santorin werden während der Hauptsaison bis zu 20 Euro pro Landgang fällig.
Fazit
Die Zahl der Touristensteuern in Europa wächst weiter. Viele Städte und Regionen reagieren damit auf steigende Besucherzahlen und versuchen, Infrastruktur und Umwelt besser zu schützen.
Für Reisende bedeutet das vor allem eines: Wer seinen Urlaub plant, sollte neben Flug und Hotel auch mögliche lokale Abgaben im Blick behalten.
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